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Infos rund um den CO2e -Fußabdruck der Transgourmet Artikel
Fragen zur Herkunft und Berechnungsmethodik
Was ist die CO₂-Bilanz und wie wird sie berechnet?
Die CO₂-Bilanz (auch CO₂-Fußabdruck genannt) zeigt die gesamten Treibhausgasemissionen eines Produktes – von der Herstellung über Transport und Lagerung bis zum Verkauf.
Berechnung durch Lebenszyklusanalyse (Ökobilanz): Für jedes Lebensmittel wird gemessen, wie viel Treibhausgase im gesamten Herstellungsprozess entstehen.
Für ein Schweinefilet gehören dazu zum Beispiel:
- Transport
- Tierzucht
- Futtermittelherstellung
- Tierhaltung
- Schlachtung
- Verarbeitung
Nicht berücksichtigt werden: die Zubereitung in der Küche und die Entsorgung von Abfällen, da diese von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sind.
Was beeinflusst die CO₂-Bilanz von Lebensmitteln?
Drei Hauptfaktoren bestimmen die Klimabilanz eines Lebensmittels:
1. Produktauswahl: Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukte haben die mit Abstand höchsten Emissionen. Grund dafür sind u. a. der große Düngebedarf für Futterpflanzen, Ent-waldung sowie die Methanemissionen von Wiederkäuern. Wer mehr pflanzliche und weniger tierische Produkte verwendet, spart den größten Teil an Emissionen ein.
2. Saisonalität: Obst und Gemüse der Saison sind klimafreundlich, da sie ohne beheizte Gewächshäuser auskommen und meist nicht lange gekühlt oder gelagert werden müssen. Saisonale Produkte wie Tomaten im Sommer haben deutlich niedrigere Emissionen als beheizte Ware im Winter oder Spargel aus Übersee. Die Saison fließt bei Produkten ein, für die es üblich ist, Gewächshäuser zu beheizen (z. B. Auberginen, Salat, Paprika, Tomaten). Wenn bei dem Lebensmittel die Angaben „frisch” und „Deutsch-land” eingestellt sind, fällt die Bilanz in den Monaten, in denen diese Zutaten keine Saison haben, höher aus.
3. Herkunft: Regional erzeugte Produkte verursachen deutlich weniger Emissionen, weil aufwendige Transporte – insbesondere per Flugzeug – vermieden werden. Luftfracht ist die klimaschädlichste Transportform, während kurze Wege mit LKW oder Bahn vergleichsweise gering ins Gewicht fallen.
Wer hat die Daten erstellt?
Die CO₂-Werte werden von eaternity bilanziert. Die Bilanzierung erfolgt mit wissenschaftlich anerkannten Methoden und unter Einbezug von verschiedenen Datenquellen.
Werden andere Treibhausgase neben CO₂ berücksichtigt?
Ja. Neben Kohlendioxid (CO₂) werden auch Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) sowie verschiedene fluorierte Gase (HFKW, PFK, SF₆, NF₃) berücksichtigt. Ihre Wirkung auf das Klima wird über das Global Warming Potential (GWP) in CO₂-Äquivalente umgerechnet.
So lassen sich alle Treibhausgase in einer einheitlichen Zahl darstellen. Wenn wir von „CO₂” sprechen, sind damit stets diese CO₂-Äquivalente gemeint.
Wie genau sind diese Berechnungen?
Die Genauigkeit hängt von der Verfügbarkeit und Qualität der Daten ab. Wissenschaftliche Methoden sorgen für eine möglichst präzise Berechnung, dennoch können Schätzungen notwendig sein.
Wie wird die Aktualität der Werte sichergestellt?
Die Aktualität wird durch regelmäßige Updates der Datenbanken und die laufende Einbindung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse gewährleistet.
Warum weichen die Werte eines Produktes ggf. von denen eines anderen Lieferanten ab?
Abweichungen können durch unterschiedliche Produktionsmethoden, Herkunft, Rezepturen, Transportwege oder verwendete Datenquellen entstehen. Jeder Lieferant bilanziert seine Produkte individuell.
Warum sind nicht alle Artikel bewertet?
Nicht alle Artikel sind bewertet, da die Datenbeschaffung aufwendig ist und teilweise notwendige Informationen fehlen. Die Bilanzierung erfolgt schrittweise, prioritär bei Produkten mit großer Nachfrage oder Relevanz.
Warum schneiden Convenience-Produkte schlechter ab und haben einen hohen CO₂-Wert?
In erster Linie wird der CO2 Fußabdruck von der Art des Produktes beeinflusst. Tierische Produkte haben einen höheren CO2 Wert als pflanzliche.
Je stärker ein Lebensmittel industriell verarbeitet ist, desto höher ist der Energie- und Materialaufwand für seine Herstellung – und desto größer fällt sein CO₂-Wert im Vergleich zu wenig verarbeiteten Lebensmitteln aus. Der höhere CO₂-Wert von High-Convenience-Produkten lässt sich vor allem durch den zusätzlichen Energie- und Ressourcenaufwand erklären. Während frische Produkte wie beispielsweise Kartoffeln im Wesentlichen nur Emissionen aus Anbau und Transport verursachen, erfordern stark verarbeitete Varianten – etwa Tiefkühl-Pommes – eine Vielzahl weiterer Verarbeitungsschritte (z.B. Schneiden, Vorfrittieren, Tiefkühlen).
Warum haben zwei Fleischstücke vom selben Tier unterschiedliche CO₂-Fußabdrücke?
Das liegt an der sogenannten ökonomischen Allokation: Die gesamten Emissionen für Aufzucht und Schlachtung einer Kuh werden auf die verschiedenen Fleischstücke verteilt – nicht nur nach ihrem Gewicht, sondern auch nach ihrem Marktwert. Teure und begehrte Stücke wie das Filet übernehmen deshalb einen größeren Anteil der Emissionen als günstigere, weniger gefragte Stücke. Denn je stärker ein Stück wirtschaftlich nachgefragt wird, desto mehr treibt es die Zucht von Rindern an – und desto höher ist sein Anteil am CO₂-Fußabdruck.
Die Allokation zeigt: Wer das ganze Tier verwertet, verteilt die Emissionen gerechter. In der Praxis werden weniger gefragte Teile oft zu niedrigeren Preisen exportiert oder zu anderen Produkten weiterverarbeitet, da der heimische Markt stärker auf Premiumstücke fokussiert ist.
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