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Erfolgswelle statt Schließungswelle

Erfolgswelle statt Schließungswelle

Dehoga beklagt das sechste Verlustjahr ihrer Mitglieder in Folge – höchste Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen. Wir zeigen am Beispiel der (fiktiven) Geschichte von Gründerin Carina, welche Maßnahmen wirklich helfen.

Direkt zu den digitale Werkzeugen für profitablere Gastrobetriebe

Der Branchenverband DEHOGA beklagt das sechste Verlustjahr in Folge bei ihren Mitgliedern. Höchste Zeit aktiv zu werden, oder?

Am Beispiel einer fiktiven Neueröffnung zeigen wir, welche Werkzeuge aus unserem digitalen Werkzeugkasten food@service an welchen Stellen Herausforderungen in Erfolgsfaktoren wandeln können. Begleitet „Carina“ auf ihrer Reise zum eigenen Restaurant.

Carinas Vorgehensweise enthält 8 wichtige Schritte:

  • Warum kommen Gäste in den Laden?
  • Wer sind die Lieblingskunden?
  • Wo befinden sich die Lieblingskunden?
  • Womit lassen sich die Lieblingsgäste begeistern?
  • Wie lauten die optimalen Abläufe?
  • Wann sollen wie viele Gäste kommen?
  • Was wird bewusst nicht angeboten?
  • Wodurch werden die Lieblingsgäste aufmerksam?

1. Sie beginnt mit dem „Warum“

Der Preis ist immer das schwächste Argument, denn sobald jemand ein bessere Angebot macht, verhalten sich die Gäste wie Nomaden und ziehen weiter. Deshalb beginnt unsere Fiktive Carina mit der Frage „Warum sollen Gäste gerade zu mir kommen und nicht neben an zum Mitbewerber?“. Insbesondere in beliebten Lagen haben Gäste so viele Alternativen, dass sich Carina Mittelmäßigkeit nicht leisten kann.

Um diese Positionierung möglichst griffig zu formulieren, absolviert sie eine berufsbegleitende Weiterbildung bei der Gastro Business School. Dort gibt es das Praxisnahes Modul „USP und Positionierung“.

(kostenlose Registrierung erforderlich)

2. Sie definiert das „Wer“

Um den Geschmack ihrer Gäste möglichst gut zu treffen, definiert sie erstmal ihre Lieblingsgäste. Wen hätte sie am liebsten jeden Tag im Lokal? Ihre zukünftigen Lieblingsgäste beschreibt sie als Longevity-Fans. Das sind Menschen, deren Ziel es ist, eine gesundheitsbewusste und umweltbewusste Lebensweise mit Freude und Genuss in Einklang zu bringen. Um bestenfalls nur ihre Zielgruppe anzuziehen, investiert sie neben der Positionierung viel Zeit in ihre neue Marke. Diese soll sich am Ende nicht nur in den Speisen und Getränken sondern auch im geplanten Interior Design und der Kommunikation widerspiegeln.

3. Sie findet das „Wo“

Außen Hui

Erst jetzt beginnt die Suche nach dem idealen Ort, an dem das Umfeld zum Konzept passen. Die Anreise sollte für Carinas Lieblingsgäste in vertretbarem Rahmen bleiben, um hier keine ungewollte Hürde zu schaffen. Im Rahmen einer „Umfeldbewertung“ z.B. vom INSICA Berater, entscheidet sich Carina für die Lage in Universitätsnähe in einer Stadt mit hoher Lebensraum-Bewertung.

Innen erst recht

Für die Raumgestaltung wählt Carina moderne, natürliche Materialien mit hellen, freundlichen Farben in einem Lichtdurchfluteten Raum. Sie achtet neben dem Look auch auf die Funktionalität (allen voran müssen sie bequem und leicht zu reinigen sein). Da Nachhaltigkeit viele Dimensionen hat, berücksichtigt sie nicht auf die Herstellung, sondern auch die Lebensdauer.

4. Sie begründet das „Womit“

In Rücksicht auf die steigende Anzahl an Allergien und Ernährungsmodellen, sind Carinas Speisen modular aufgebaut. So können einzelne Bestandteile einfach weggelassen werden.

Speisen-Bestellung heute

Selfordering mit Storytelling per Video und KI-Unterstützung

Die bevorzugte Bestellmethode für Speisen mit Bausteincharakter ist das digitale Selfordering am Tisch, bei dem sich die Gäste bewusst und in Ruhe entscheiden können. Um eine Die Gäste bekomme eine kleine Basisauswahl und werden dann Schritt für Schritt durch die Bestellung geteilt. Die digitale Speisekarte von Menoovo hat einen zusätzlichen Trumpf im Ärmel: Video-Empfehlungen direkt vom Chefkoch oder vom Weinbauer. So kann Carina gleichzeitig per Storytelling die Qualitätswahrnehmung der Gäste erhöhen.

Sie weiß, dass aktuell viele Gäste zwar an den Ausgaben sparen, sich aber gleichzeitig gerne einen Hauch von Luxus gönnen, sobald sie eine Argumentation für ihr Gewissen bekommen. Deshalb setzt Carina bei ihrer Getränkekarte auf Functional Drinks, wie die Golden Milk und außergewöhnliche Kaffee-Mixgetränke. Dadurch verbessert sich Carinas Deckungsbeitragsrechnung schlagartig.

Getränke-Zubereitung heute

Auf food@service entdeckt sie den Anbieter von Bar-Robotern, Smyze. Da ihre Leidenschaft ganz klar die Speisen bleiben, möchte Carina wenig Zeit in die Herstellung der Getränke stecken und freut sich, dass das Getränkeangebot des Roboters exakt zu ihrem Bedarf passt. Es gibt funktionale Getränke mit mehreren Milchvarianten und geringem Zuckergehalt. So schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

Renner-Penner-Analysen heute

Um sicher zu gehen, dass ihre Speisen und Getränke auch in Zukunft profitabel bleiben, nutzt Carina regelmäßige die erweiterte Renner-Penner-Methode, die sie bei der Gastro-Business-School gelernt hat:

Kalkulationskonzept
  • – Sie sortiert die Verlierer aus
  • – Sie bewirbt die Penner besser
  • – Sie steigert den Preis der Renner
  • – Sie fördert den Verkauf ihrer Gewinner.

Vom regelmäßigen Austausch mit ihren Gleichgesinnten in der GBS-Community profitiert sie enorm zum Beispiel indem sie die anderen nach ihren Meinungen fragt.

5. Sie beschreibt das „Wie“

Carinas Lokal ist klein aber fein mit hohem Anteil an Abholern und benötigt durch die digitale Ausrichtung nur wenig Personal.

Franchise ohne Franchise

Da sie überwiegend mit Aushilfen aus dem Universitätsumfeld arbeiten wird, setzt sie auf exakt definierte Prozesse. Mithilfe einer Verfahrensdokumentation von Gastrodina nutzt sie den Franchise-Vorteil ohne jedoch einer Franchise anzugehören. Sie hinterlegt für alle Abläufe eine Art Blaupause:

  • – Warenbestellung und -annahme
  • – Rezepturen, Aufgabenverteilung und Finish
  • – Vorbereitung und Rückläufer-Verarbeitung
  • – Reinigung und Hygiene
  • – Reservierung und Vorbestellung
  • – Service und Trinkgeld
  • – Kassenführung und Abrechnungsthemen
  • – usw.

Diese Blaupause verankert sie im Mitarbeiter-Onboarding sowie deren Auffrischung in festen Personalroutinen. Sämtliches Personal mit Gast- und oder Lebensmittelkontakt schickt sie außerdem regelmäßigen zu den Pflichtschulungen  Lebensmittelhygiene und anderen Themen zuz.B. im Akademie-Programm von Transgourmet.

6. Sie steuert das „Wann“

Um die Auslastung des Lokals besser steuern zu können, plant Carina von Anfang an Verkaufsaktionen mit wechselnder Speisekarte ein. Dadurch schafft sie gezielt Kaufanlässe, für die sich die Gäste vorab schon Tickets von Ticketbro holen können. Ihr ist sehr wichtig, dass sie zusätzlich auch Laufkundschaft und Abholer bedienen kann. Dennoch werden die hochwertigeren Spezialgerichte vorrangig an die Vorbesteller gegeben. Das bewahrt Carinas Lokal vor den Auswirkungen der berühmt-berüchtigten No-Show-Quote, die ihre Kollegen beklagen und vereinfacht die Budgetplanung.

7. Sie grenzt ab „Was nicht?“

Durch ihre vorwiegend junge Zielgruppe entschließt sich Carina zu einem Schritt, den viele wahrscheinlich als mutig bezeichnen würden: Sie wird kein Bargeld annehmen und braucht deshalb kein vollwertiges Kassensystem mit den dazugehörigen Verpflichtungen. Trinkgeld können ihre Mitarbeiter übrigens dennoch annehmen, denn Menoovo kennt das eingeteilte Personal, zeigt den Bezahlenden den Namen an und bucht die Beträge separat, sodass diese bewusst und protokolliert Arbeitnehmer-Trinkgeld geben können. 

8. Sie konzipiert das „Wodurch“

Jetzt wird es so richtig spannend für Carina, denn der Eröffnungstag steht fest und alle Zeichen steht auf grün. Jetzt geht es in die heiße Phase der Kommunikation. Sie platziert einige Flyer in der Umgebung, setzt insgesamt aber eher auf digitale Marketing-Komponenten:

Ihre Website und ihre gesamte Kommunikation ist sowohl Nutzer als auch (KI-)Bot freundlich, sodass sie schnell von Empfehlungen profitieren kann. Sie weiß, selbst wenn die Nutzer nicht mehr unbedingt auf die Website klicken, ist die Website der Grund, warum der Bot ihr Lokal empfiehlt.

Mithilfe eines speziellen Tools namens Trustdino organisiert Carina die Bewertungen, streut ihr Profil auf wichtigen Plattformen und schaltet gezielt lokale Anzeigen im Einzugsgebiet.

  • Außerdem sucht sie sich Micro-Influencer aus der Region, als lokal bekannte Persönlichkeiten, die über Longevity bzw. nachhaltige Food-Themen sprechen und vor Ort eine relevante Reichweite haben. Diese lädt sie zur Veröffentlichung ein und schließt mit einem einen kleinen Werbevertrag ab. Lokale Bekanntheiten sind deutlich günstiger und verursachen weniger Streuverlust, also Werbeeffekte bei Menschen, die ohnehin nicht zu Gästen werden können.

Bei der Erstellung der Kommunikationsmittel holt sie sich Unterstützung von künstlicher Intelligenz über eine Plattform wie Canva, die durch viele Vorlagen und einfache KI-Befehle einen schnellen Einstieg in die Gestaltung und Produktion von Werbemitteln ermöglicht.

Der Finale Clou

Als Finish hat sich Carina etwas Besonderes herausgesucht: Sie hat zwar kein richtiges Schaufenster, platziert aber im Eingangsbereich von außen gut sichtbar einen LED-Video-Bildschirm z.B. von Modulare Displays, auf dem sie ein paar der Videoinhalte, die sie für das Selfordering aufgezeichnet hat in Dauerschleife laufen lässt. So werden auch Passanten, die zur falschen Uhrzeit am Laden vorbeikommen auf die Besonderheiten des Lokals aufmerksam.

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